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Das JPG-Format
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Das Kompressionsverfahren

 

Seit 1989 wurde das JPEG Verfahren zur Komprimierung von unbewegten Bildern entwickelt und 1990 standardisiert [ISO90]. Er ist nach der Gruppe, die ihn verabschiedet hat, benannt worden. Die "Joint Picture Expert Group", kurz JPEG entstand aus einer Zusammenarbeit von CCITT (Consultative Committee on International Telegraph and Telephone) und ISO (International Standards Organisation).

 

Das Ziel dieser Gruppe war es einen Algorithmus zur Komprimierung von "natürlichen" Grauton- oder Farbbildern zu entwickeln. Besondere Rücksicht wurde dabei auf eine hohe Kompressionsrate und hohe Geschwindigkeit zum Kodieren und Dekodieren gelegt. Schnell stellte sich jedoch heraus, daß es nicht möglich war einen einzigen Algorithmus für alle Anforderungen zu finden.

 

So wurde das Verfahren in 4 unterschiedliche Modi gegliedert:

 

sequentiell mode:
Ein einzelner Durchgang durch das Bild von links oben nach rechts unten dekodiert das Bild. Dieser Modus ist für die meisten Anwendungen gut geeignet, liefert die besten Kompressionsraten und ist am leichtesten zu implementieren.

 

progressive mode:
Das Bild wird wird in mehreren Durchgängen kodiert bzw. dekodiert. Dabei wird das Bild von Durchgang zu Durchgang schärfer. Das Einsatzgebiet für dieses Verfahren ist beispielsweise die Datenfernübertragung von Bildern. Sobald das Bild eine ausreichende Schärfe erreicht hat, kann die Übertragung abgebrochen werden.

 

hierarchical mode:
Das Bild wird erst in einer geringeren Auflösung gespeichert und dann in der vollen Auflösung. Das Bild mit der geringeren Auflösung kann bedeutend schneller dekodiert werden, ist somit gut als schnelles Preview des Bildes geeignet. Dies ist sinnvoll für den Einsatz in Bilddatenbanken, bei denen das Bild in der geringen Auflösung als Entscheidungshilfe gilt, ob das Bild den Wünschen entspricht.

 

lossless mode:
In diesem Modus wird, im Gegensatz zu den anderen Modi, verlustfrei kodiert und dekodiert. Jedes Bit wird genau so wiederhergestellt wie es kodiert wurde. Die verlustfreie Kodierung wird benötigt um Bilder zu komprimieren, die keinerlei Abweichungen zulassen oder nicht vom Menschen ausgewertet werden. Dieser Modus bietet verständlicherweise eine geringere Kompressionsrate, als die anderen Modi, da bei verlustfreier Kompression der Informationsgehalt nicht reduziert werden kann.

 

Bis auf den letzten Modus, die verlustfreie Kodierung, sind alle Modi verlustbehaftet. Es findet während der Kodierung folglich nicht nur eine Kompression, sondern auch eine Reduktion der Daten statt.

 

Da der Informationsgehalt der Daten verringert wird, kann das Originalbild nicht gänzlich identisch wiederhergestellt werden. Durch die Kodierung kann sich daher die Qualität des Bildes verschlechtern. Diese ist jedoch in der Regel für das menschliche Auge nur wenig zu erkennen.



 
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