Frage:
Ich habe mit 2 kostenlosen Tools meine
Speicherkarte nach einem Defekt ausgelesen, aber nur einen Teil der
Bilder retten können. Nun kann ich zwar die Bilder im Kleinformat (z.B.
als Vorschau im Explorer) sehen, aber ich kann keines der Bilder über
ein Bildprogramm öffnen.
Bei IrfanView und dem Internet Explorer
ist nur der obere Rand (ca. 10%) zu erkennen. Der Rest ist grau. Bei
PictureIt wird gar nichts angezeigt. Was kann man tun?
Im
Kleinformat sind doch alle Bilder deutlich zu erkennen. Da sollte es
doch auch eine Möglichkeit geben, sie auch wieder im Großformat öffnen
zu können.
Antwort:
Also von Datenrettung kann man ja
hier eigentlich nicht sprechen, denn vor dem Einsatz der beiden Tools
hätte man den Großteil der Dateien sicher noch wiederherstellen können.
Jetzt hinterher haben Sie nur noch unbrauchbare, defekte Rumpfstücke
von Bildern. Da haben die beiden Tools aber ganze Arbeit geleistet.
Klingt alles in Allem nach einer beschädigten Tabelle innerhalb der Dateien.
Das
Problem bei dem JPG-Format ist, daß die verkleinerten Vorschaubilder in
der Datei mitgespeichert werden. Die Vorschau im Windows Explorer
benötigt also nicht die kompletten Daten aus der Datei zum Aufbau des
Vorschaubildes. Dadurch ist es möglich, daß die Vorschaubilder zwar
angezeigt werden, die JPG-Bilder aber dennoch unbrauchbar sind.
Die
JPGs enthalten im Grunde zwei Tabellen. Die eine enthält Daten über den
Aufbau der für dieses Format typischen "Artefakte", die zweite enthält
Informationen zu den benutzten Farben. Diese beiden Tabellen werden je
nach Art der Datenkomprimierung im Umfang reduziert. Ist eine der
beiden Tabellen beschädigt, zeigt z.B. Irfan View graue Streifen oder
ein komplett graues Bild. Andere Programme können auch eine
Fehlermeldung "Dies ist keine gültige JPG-Datei" o.ä. zeigen.
Daher unser dringender Rat an Sie ...
Behalten
Sie einen kühlen Kopf und vermeiden Sie - wenn auch verständlich - in
der ersten Aufregung die Anwendung eigener Rettungsmethoden.
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