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Möchten Sie ihre digitalen Fotos am heimischen PC nachbearbeiten,
ansehen, scannen oder ausdrucken gehört die Kalibrierung des
Computer-Bildschirmes zu den wichtigsten Vorgängen überhaupt.
Große Druckerein oder Agenturen haben speziell ausgebildete Mitarbeiter
, die sich dem Thema Farbmanagement und Bildschirm-Kalibrierung widmen.
Bei den meisten Privatleuten und Fotografen beschränkt sich dieser
Vorgang auf das Drücken der "Autocal."-Taste am Bildschirm bzw.
der Bedienung der Helligkeits- und Kontrastregler. Solche einfachen
Justagen, die man besser als Grobeinstellung bezeichnen sollte, liefern
zwar zunächst ein scheinbar gutes Ergebnis, aber eine originalgetreue Wiedergabe
von Bildern am Monitor ist damit nicht gewährleistet. Und was auf dem
Drucker oder im Fotolabor aus einem Digitalbild wird, ist unter
Umständen etwas ganz anderes als am Bildschirm erscheint.
Manche Anwender sind der Meinung, man könne seinen Monitor optimal
einstellen, indem man für einige Muster- oder Testbilder (s.o) im
Einstellungsmenü des Bildschirmes die einzelnen Regler in die richtige
Position bringt. Auch manche Online-Foto-Dienstleister versuchen diesen
Eindruck zu vermitteln und versenden hierzu sogenannte
Kalibrierungsbilder. Das mag für einige wenige unproblematische Bilder
funktionieren, aber damit ist keine Kalibrierung nach einem objektiven
Maßstab möglich. Das Auge normaler Anwender ist nicht in der Lage,
genau zu unterscheiden, ob bei einem Bild zum Beispiel der Rotkanal um
ein paar Prozent zu stark oder zu schwach eingestellt ist.
Beispiel:
Stellt man die Monitor-Regler für ein Strandbild (Sonne, hell
erleuchtet) optimal ein, so kann es dennoch sein, dass Bilder, die bei
Dämmerung aufgenommen wurden, viel zu dunkel erscheinen. Es gibt
Testbilder, die gezielt einzelne Farben darstellen, aber auch damit ist
keine exakte Kalibration garantiert. Man benötigt also eine objektive
Methode, um die am Bildschirm dargestellten Farben zu überprüfen.
Man
benötigt dazu ein Messinstrument, ein sogenanntes Kolorimeter. Ein
Kolorimeter ist in der Lage, Farben objektiv zu messen. Die bloße
Messung der dargestellten Farben hilft einem aber immer noch nicht,
wenn man keine entsprechenden Referenzwerte hat. Man benötigt also ein
Set aus Kolorimeter, Referenzfarben und einer Software, die einen
Abgleich schafft.
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